Meine Bewerbung

Meine Tür in‘s Berufsleben: die Bewerbung

Ausbildungsplatz, Berufsstart, neuer Job, Weiterbildung, Umschulung – welcher Weg auch gerade vor uns liegt, die Bewerbung ist der erste Schritt für einen erfolgreichen Start in die Arbeitswelt.

Die vielversprechende Stellenausschreibung liegt schon bereit?

Dann kann es jetzt losgehen: Hier finden Sie Anregungen für die Zusammenstellung Ihrer Bewerbungsunterlagen.

Die Suche nach dem Wunschberuf hat gerade erst begonnen?

Hier finden Sie Tipps, die Ihnen die Arbeitssuche erleichtern können.

Der optimale Lebenslauf: präzise und übersichtlich

Wie gelingt ein aussagekräftiger Lebenslauf?

  • Jeder Lebenslauf braucht ein Layout, d. h. einen formalen Aufbau für eine bessere Übersichtlichkeit. Es kommt besser an, wenn kein vorgefertigtes Muster verwendet wird.
  • Zuerst nennen Sie alle wichtigen persönlichen Daten wie Geburtsdatum und -ort, die Nationalität, den Familienstand, und, wenn erforderlich, auch die Religions- oder Konfessionszugehörigkeit. Diese Angaben können alternativ auch in der Kopfzeile eingetragen werden.
  • Die Lebensabschnitte teilen Sie in Kategorien ein, z. B. in Berufserfahrung, Weiterbildung, Ausbildung, Schulbildung und Interessen.
  • Beliebt bei Personalmanagern ist heute ein antichronologischer Aufbau, d. h., die aktuellste berufliche Station wird zuerst genannt. Dieser Aufbau hat den Vorteil, dass der Leser dem Lebenslauf Ihre aktuellen Erfahrungen und Kenntnisse sofort entnehmen kann.
  • Auch spezielle Kenntnisse, Fähigkeiten und Qualifikationen fügen Sie hinzu sowie ein professionelles Bewerbungsfoto.
  • Der Bewerbung legen Sie (ggf. beglaubigte) Kopien aller erforderlichen Zeugnisse bei sowie Arbeitszeugnisse oder Bescheinigungen über Praktika oder Weiterbildungen bei.

Welche inhaltlichen Angaben sind wichtig?

  • Interessant für Ihren zukünftigen Arbeitgeber ist die Berufserfahrung, die Sie bereits sammeln konnten, oder, falls es Ihr erster Beruf ist, Ihr letzter Schulabschluss sowie eventuelle Praktika oder berufsrelevante Erfahrungen. Neben der Beschäftigungsdauer (Datum, Monat, Jahr) und der Position oder Berufsbezeichnung ergänzen Sie stichpunktartig Informationen zu Ihren Tätigkeiten im jeweiligen Unternehmen. So kann der Personalverantwortliche gleich erkennen, ob sich Ihre Qualifikation mit den Anforderungskriterien deckt.

Beispiele: So könnte Ihr Lebenslauf gestaltet sein

Das optimale Anschreiben: persönlich und einmalig

Mit Persönlichkeit punkten: Während Sie in Ihrem Lebenslauf Ihre berufliche Laufbahn und die damit einhergehende Fachkompetenz auf den Punkt bringen, können Sie im Anschreiben Ihre sozialen Fähigkeiten hervorheben – jene, die Sie zu einem idealen Teamkollegen machen.

Tipps zu Struktur und Inhalt

Originell starten

Ihr erster Satz zieht die Aufmerksamkeit des Lesers an, weil Sie keine Standardeinleitung verwenden. Vielmehr setzen Sie ein klares Statement, indem Sie z. B. begründen, warum Sie die Stellenbeschreibung attraktiv fanden.


Die goldene Mitte finden
In diese Textpassage integrieren Sie Ihre Soft Skills: Das sind besondere Eigenschaften, Stärken und Verhaltensweisen, die Sie auszeichnen. Dabei können Sie sich z. B. die folgende Frage stellen: Welche Ihrer Kompetenzen und Erfahrungen sind „wie zugeschnitten“ auf diese Stelle?

Das Anschreiben sollte den Mehrwert Ihrer fachlichen und sozialen Kompetenzen für das Unternehmen herausstellen, ohne Überheblichkeit zu vermitteln.

Bevor Sie mit der Ausformulierung beginnen, kann es hilfreich sein, mit Stichpunkten zu arbeiten und eine Struktur zu entwickeln, d. h. Inhalte in Einleitung, Hauptteil und Schlussteil zu gliedern. Wichtig: Einfache Hauptsätze sind leserfreundlicher als verschachtelte Satzkonstruktionen.


Aussagekräftiges Ende

Mit einem Dankeschön für die Aufmerksamkeit des Lesers schließen Sie und formulieren bewusst nicht im Konjunktiv, sondern schreiben „Ich freue mich über eine Einladung zum Vorstellungsgespräch“ statt „Ich würde mich …  freuen“. Den frühestmöglichen Arbeitsbeginn und Ihre Gehaltsvorstellungen nennen Sie ganz zum Schluss.

Wie wird ein ansprechendes Layout gestaltet und welche formalen Anforderungen sollten beachtet werden?

Hier geht es zu den Tipps!

Unbenanntes Dokument

Meine Bewerbung: Habe ich an alles gedacht?

  • Haben Sie alle Formalia eingehalten und überprüft? Wird im Briefkopf und in der Anrede der richtige Empfänger genannt?
  • Sind alle Bewerbungsunterlagen fehlerfrei? Haben Freunde oder Familienmitglie-der die Bewerbung gelesen und korrigiert?
  • Haben Sie alle relevanten Zeugnisse zusammengestellt? Am besten ist es, hier eine PDF-Datei mit allen Zeugnissen zu erstellen, die nicht größer als 5 MB ist.
  • Ist die Bewerbungsmappe vollständig bzw. haben Sie der E-Mail alle Anhänge beigefügt?
  • Haben Sie Ihre Unterschrift überall gesetzt?

Tipps für das Vorstellungsgespräch

Die erste Hürde ist geschafft: Sie konnten mit Ihrer schriftlichen Bewerbung überzeugen und wurden zu einem persönlichen Kennenlerngespräch eingeladen.

Wie bereiten Sie sich optimal auf das Vorstellungsgespräch vor?

Für die meisten von uns sind sie so nervenaufreibend wie Prüfungen: Vorstellungsgespräche. Innerhalb von knapp 30 Minuten sollen Sie Ihr Gegenüber von Ihren Fähigkeiten überzeugen, intelligente Fragen stellen, eloquente Antworten geben und zugleich Sympathie, Selbstbewusstsein und Sicherheit ausstrahlen. Im besten Fall folgt ein Jobangebot. Das hört sich einfach an, aber es bedeutet viel Arbeit. Eines ist jedoch klar: Mit der richtigen Vorbereitung gehen Sie gelassener ins Gespräch!

Unbenanntes Dokument

Gut vorbereitet. Gelassen im Gespräch.

  • Sie sind bestens über das Unternehmen, die Produkte, den Arbeitgeber und die Arbeitsstelle informiert.
  • Sie kennen Ihre Bewerbungsunterlagen in und auswendig.
  • Sie haben das perfekte Outfit für dieses wichtige Gespräch an, in dem Sie sich wohlfühlen – und das zur Branche passt.
  • Sie haben alle Bewerbungsunterlagen dabei und einen Notizblock, um wichtige Informationen und Fragen festhalten zu können.
  • Sie können eine kurze Selbstvorstellung geben, wenn dies gewünscht wird, und Sie haben sich im Voraus Informationen zu Ihrer Person überlegt.
  • Sie achten auf Ihre Körpersprache, auf eine positive Haltung und auf Höflichkeit.
    Insbesondere achten Sie auf Folgendes:
       - Blickkontakt halten
       - Freundliches Lächeln
       - Ruhige, bewusste Gestik und Mimik
       - Aufrechte Körperhaltung
       - Fester Händedruck
       - Arme offen halten und nicht verschränken
       - Hände ruhig halten und sich nicht ins Gesicht fassen
  • Sie vermeiden im Gespräch bewusst diese Themen: eigenes Privatleben, Privat-leben des Arbeitgebers, Kündigung, Gehalt, schlechte Erfahrungen
  • Sie vermeiden, auf die Uhr zu sehen, den Ton des Smartphones anzulassen und eine übertriebene Selbstdarstellung.
  • Sie stellen clevere Rückfragen, die Ihr Interesse am Unternehmen und an der Ar-beitsstelle unterstreichen, z. B. „Was macht diese Arbeitsstelle abwechslungs-reich?“.

Bewerben mit PAH

Muss eine Erkrankung in der Bewerbung angeben werden?

Prinzipiell ist es ist sehr ratsam und es sorgt für ein gutes Gefühl, offen und ehrlich mit der eigenen gesundheitlichen Einschränkung umzugehen. Ob das persönliche Handicap kommuniziert werden sollte, hängt natürlich auch von den Anforderungen des Wunschberufs ab und ob sich die Einschränkung auf die Tätigkeit auswirkt. Eine gesundheitliche Einschränkung, z. B. eine chronische Erkrankung, die Sie in der Vergangenheit nicht beeinträchtigt hat, muss nicht verpflichtend in der Bewerbung angegeben werden, wenn dies auch in Zukunft nicht der Fall sein sollte.

Letztendlich ist es für den künftigen Arbeitgeber und für Sie jedoch sehr wichtig, einschätzen zu können, ob die Tätigkeit für Sie geeignet ist. Außerdem kann Ihr Arbeitgeber von Anfang an auf Ihre Bedürfnisse eingehen und Ihren Arbeitsplatz, falls notwendig, speziell einrichten. Ehrlichkeit zeigt dem Arbeitgeber, dass er auf seinen zukünftigen Mitarbeiter zählen kann. Sie kann die Basis für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit sein.

„Aber ich, von meiner Seite aus, wenn jemand wissen will, was los ist und warum das so ist und er kommt und er fragt mich, dann sag ich ihm ganz offen und ehrlich, was da ist. Ich versuch‘s ihm auch so gut wie‘s geht […] zu erklären, dass er‘s versteht, was das eigentlich bedeutet, diese Erkrankung [und] was ich eigentlich wirklich jeden Tag leiste, dass ich trotz dieser Erkrankung jeden Tag in der Firma steh und auch wirklich meine 8 Stunden schaff, da ist schon Unterstützung auch da.“

- Bianca Jung-Niederberger

Quellen: 

Wann sind Sie verpflichtet, eine gesundheitliche Einschränkung (Erkrankung, Behinderung) mitzuteilen?

Absolut verpflichtend ist es, den Arbeitgeber vor Abschluss eines Arbeitsvertrags darüber zu informieren, wenn das Risiko einer Infektion für Arbeitskollegen besteht, wenn der gesundheitliche Zustand die Ausübung der Tätigkeit (langfristig) beeinträchtigen sollte oder mit häufigen Arbeitsausfällen zu rechnen ist. Sollte der Arbeitgeber nach Vertragsabschluss von möglichen Einschränkungen oder Risiken erfahren, hat er das Recht, den bestehenden Vertrag zu kündigen.
 
Quellen:

Wie gehen Sie mit Lücken im Lebenslauf um?

Sie mussten Ihren Arbeitsplatz wegen einer akuten oder chronischen Erkrankung, einer medizinischen Rehabilitation oder aus einem anderen Grund für einen längeren Zeitraum aufgeben? Es ist empfehlenswert, den Arbeitgeber auch über längere Krankheitsphasen, Arbeitslosigkeit oder anderweitige Lücken im beruflichen Werdegang zu informieren,
z. B. indem Sie den genauen Zeitraum in Monaten und Jahren im Lebenslauf aufführen. Unzutreffende Aussagen wie „persönliche Weiterbildung“ durchschauen Personalmanager schnell.

Wie weisen Sie Ihren Arbeitgeber auf gesundheitliche Einschränkungen (Erkrankungen, Behinderungen) hin?

Neben der Frage ob stellt sich natürlich auch die Frage, wann Sie Ihren (potenziellen) Arbeitgeber über Ihre Erkrankung informieren. Wenn Sie keine erklärungsbedürftigen Lücken im Lebenslauf haben, ist es nicht unbedingt notwendig, hier schon darauf aufmerksam zu machen. Der Arbeitgeber kann sich so zunächst ein objektives Bild von Ihnen und Ihren Fähigkeiten machen. Wenn Sie sich dafür entscheiden, von Anfang an offen zu sein, kann es helfen, daran zu denken, was Sie jeden Tag stark macht und woraus Sie Ihre Energie ziehen. Heute können Sie die Chance wahrnehmen, wieder ins Berufsleben einzusteigen, und das ist eine schöne Aussicht. Welche Stärken haben Sie durch Ihre gesundheitliche Einschränkung dazugewonnen? All diese Gedanken können Sie in die Bewerbung einfließen lassen. Offenheit kommt gut an.
 
Weiterführende Informationen:

Haben Sie Fragen?0800 853 63 60Das PAH-Service-Team freut sich auf Ihren Anruf