Mein Arbeitsleben

Ihr Weg ins Arbeitsleben

Jeder Mensch ist einzigartig und eignet sich aufgrund seiner Interessen sowie seiner geistigen und körperlichen Fähigkeiten für ganz bestimmte Berufsfelder. Daher ist es sinnvoll, sich erst einmal zu orientieren und zu recherchieren: Gibt es Tätigkeiten, die Ihnen besonders viel Freude bereiten? Gibt es Dinge, die Sie gut können?
Welcher Beruf letztendlich gut zu Ihnen und Ihren Fähigkeiten passt, hängt von verschiedenen Faktoren ab wie z. B. dem Berufswunsch, dem potenziellen Arbeitgeber und der persönlichen Lebenssituation.

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Die einfachste Möglichkeit die eigenen Fähigkeiten und Interessen besser kennenzulernen, ist ein Selbsttest bzw. klassischer Berufstest. Im Internet gibt es dazu bereits viele Angebote – in der folgenden Auswahl sind anerkannte Tests aufgeführt, die dabei helfen können, dem Traumberuf ein Stück näher zu kommen:

Welcher Beruf passt zu Ihnen?

In jedem Berufsfeld sind unterschiedliche Fähigkeiten und Kompetenzen gefragt. Während ein Lehrer z. B. gut darin sein muss, Sachverhalte zu erklären, ist ein Mechaniker begabt darin, Fehler aufzuspüren und zu reparieren.

Erst einmal stehen Ihnen viele Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten offen. Diese können Sie eingrenzen, indem Sie Ihre Stärken, Neigungen und Fähigkeiten in den Blick nehmen, aber auch Ihre körperliche Leistungsfähigkeit.

Zunächst sollten Sie sich darüber klar werden, ob Sie gerne direkt in den Beruf einsteigen möchten und eine Ausbildung machen oder ob Sie lieber zunächst studieren möchten. Auch eine duale Ausbildung, die beides miteinander verbindet, ist möglich. Ausbildungsberufe, insbesondere im Handwerk, gehen oft mit einer körperlichen Tätigkeit einher. Dies muss Ihnen bewusst sein, wenn Sie sich dafür entscheiden. Aber auch die Frage, ob Sie lieber bei einem kleinen Unternehmen oder einem großen Konzern arbeiten möchten, sollten Sie sich stellen. Beide Varianten haben ihre Vor- und ihre Nachteile.

Wenn eine körperliche Einschränkung besteht, spielt z. B. auch die körperliche Belastbarkeit eine wichtige Rolle bei der Berufswahl. Unter der körperlichen Belastbarkeit wird die höchste Belastungsintensität verstanden, die für eine Tätigkeit aufgebracht werden kann, ohne dass in irgendeiner Form Einschränkungen bestehen oder Beschwerden auftreten.

Wie belastbar sind Sie?

Jede Form von Arbeit ist mit einer bestimmten körperlichen Belastung verbunden

In der Arbeitsmedizin und im Arbeitsrecht wird die Arbeit nach dem Grad der Belastung definiert. Der Fachbegriff dafür ist die Arbeitsschwere. Sie wird in Unterkategorien eingeteilt und kann für Sie eine Orientierungshilfe sein, um Ihre persönliche Belastungsgrenze besser einschätzen zu können: Eignen Sie sich eher für eine leichte Arbeit (z. B. Schreiben), eine leichte bis mittelschwere Arbeit (z. B. Harken eines Weges), eine mittelschwere Arbeit (z. B. Holzsägen) oder eine schwere Arbeit (z. B. Tragen von schweren Säcken)?

Referenz:

Spektrum Akademischer Verlag, Arbeitsschwere, E work intensity, In: Lexikon der Ernährung, 2001. https://www.spektrum.de/lexikon/ernaehrung/arbeitsschwere/669, (Letzter Zugriff:  21.10.2019)

Die Funktionsklassen der PAH
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Für die PAH-Erkrankung gibt es ein eigenes Klassifizierungssystem zur Beurteilung der körperlichen Leistungsfähigkeit, die sogenannte Funktionsklasse gemäß der World Health Organization (engl. World Health Organization Functional Classification).

Sie unterscheidet 4 Stadien der Leistungsfähigkeit:

WHO-FC I

Keine PAH-Symptome in Ruhe oder unter Belastung

WHO-FC II

Keine Symptome in Ruhe, leichte Einschränkung und Kurzatmigkeit bei normalen Aktivitäten (z. B. Treppensteigen, Einkaufen oder Betten machen)

WHO-FC III

Beschwerdefreiheit in Ruhe möglich, Aktivität (normale Hausarbeit) stark eingeschränkt durch Kurzatmigkeit, Fatigue oder Schwindel

WHO-FC IV

Symptome in Ruhe und schwerwiegende Symptome bei allen Aktivitäten

Bevor die Klassifikation der WHO etabliert wurde, gab es bereits die Klassifikation der New York Heart Association (NYHA), ein Schema zur Einteilung der körperlichen Einschränkungen bei Herzinsuffizienz. Das Klassifizierungssystem der WHO wurde speziell für die Erkrankung PAH entwickelt. Da die beiden Klassifizierungssysteme nahezu identisch sind, wird im klinischen Alltag auch die Bezeichnung NYHA/WHO- Klassifikation verwendet.

Welches Arbeitszeitmodell kommt für Sie infrage?

Wie viele Arbeitsstunden in der Woche sind für Sie optimal? Um das herauszufinden, kann es helfen, sich einen Überblick über die verschiedenen Arbeitszeitmodelle* zu verschaffen. Hier werden insbesondere Modelle vorgestellt, die eine Alternative zum Vollzeitberuf sein können.

 

Teilzeit

Wenn eine Vollzeit-Arbeitsstelle keine Option ist, können verschiedene Teilzeitvarianten infrage kommen. Es gibt z. B. die Möglichkeit, die wöchentliche Arbeitszeit auf 2 bis 5 Arbeitstage in der Woche zu verteilen (Teilzeit Classic Vario), die Arbeit innerhalb eines festen, eigenständigen Teams aufzuteilen (Teilzeit Team) oder sich eine Stelle mit einem zweiten Arbeitnehmer zu teilen (Teilzeit Jobsharing). Es kann von Vorteil sein, sich im Vorhinein zu informieren, ob Unternehmen diese Formen der Teilzeitarbeit anbieten.

Geringfügige oder kurzfristige Beschäftigung
Zu dieser Kategorie gehört der sogenannte Minijob. Bei einer geringfügig entlohnten Beschäftigung wie dem Minijob darf das Monatsgehalt 450 Euro nicht übersteigen.

Von einer kurzfristigen Beschäftigung ist die Rede, wenn diese auf einen Zeitraum von maximal 3 Monaten oder höchstens 70 Arbeitstagen begrenzt ist. Die Beschäftigung darf ein Entgelt von 450 Euro im Monat nicht übersteigen und nicht als Beruf ausgeübt werden.

Home Office
In Deutschland haben Arbeitnehmer keinen gesetzlichen Anspruch auf eine Home-Office-Tätigkeit, d. h. der Arbeitgeber muss sein Einverständnis geben. Wenn Sie sich für eine Teilzeitstelle entschieden haben, können Sie eventuell anfragen, ob Sie einen Tag in der Woche von zu Hause aus arbeiten können.

 

Weiterführende Informationen:

www.ihk.de

www.rehadat-bildung.de

www.arbeitsagentur.de

Zentralverband des Deutschen Handwerks/Handwerkskammern

Arbeitszeitmodelle im Überblick

Teilzeitmodelle

* Dieser Einblick in die verschiedenen Arbeitszeitmodelle erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

„[…] wenn man arbeiten möchte, [soll man immer versuchen]  eine Lösung zu finden - wie kann ich den Beruf, den ich liebe, ausüben?“
- Antje

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